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Schwacher Photovoltaik-Jahresauftakt

· ⏱ 2 min

Quelle: Magnific

Für die nächsten Wochen rechnet die Interessenvertretung der Solarbranche mit einer zumindest leichten Belebung der Nachfrage infolge der jüngsten Energiekrise und aufgrund von Vorzieheffekten in Erwartung möglicher Fördereinschnitte. "Eine vorübergehende solare Sonderkonjunktur, sollte sie kommen, ersetzt keine verlässlichen Investitionsbedingungen", erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig. Die erneute Energiekrise zeige, wie wichtig es sei, Deutschland mit Hilfe eines schnelleren Ausbaus von Erneuerbaren Energien und Speichern unabhängiger von teuren Energieimporten zu machen. "Wer bei der Solarenergie jetzt auf die Bremse tritt, schadet dem Wirtschaftsstandort und drosselt den in der Bevölkerung beliebtesten Energiepreisdämpfer", so Körnig.

Details zu den Photovoltaik-Marktdaten im 1. Quartal 2026

Gemäß BSW-Auswertung des BNetzA-Marktstammdatenregisters vom 23. April belief sich der Zubau von PV-Anlagen mit Inbetriebnahmedatum im 1. Quartal 2026 auf rund 3,51 GWp Bruttoleistung. Der PV-Zubau in den ersten drei Monaten dieses Jahres lag damit insgesamt sechs Prozent unter dem Niveau des 1. Quartals 2025 zum vergleichbaren Vorjahresregistrierungszeitpunkt.

Im Detail verteilt sich der zum o.g. Auswertungszeitpunkt registrierte Zubau mit Inbetriebnahmedatum in den ersten drei Monaten 2026 wie folgt auf die Marktsegmente:

– Heimsegment (PV-Gebäudeanlagen Leistungsklasse < 30 kWp): rund 0,85 GWp (-21 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum)

– Gewerbedachsegment (PV-Gebäudeanlagen Leistungsklasse > 30 kWp): rund 0,60 GWp (-33 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum)

– PV-Freiflächenanlagen, inklusive sonstiger Anlagen: rund 1,97 GWp (+20 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum)

– Steckerfertige Erzeugungsanlagen ("Balkonsolar"): rund 0,09 GWp (-6 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum)

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