Was ist los?

Offener Brief des ZVEH an die Bundesregierung

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Quelle: Pixabay / AnNacht_84

"Energiewende und Wirtschaft sind keine Gegenspieler – sie sind zwei Seiten derselben Medaille. Wer die Wirtschaft schwächt, entzieht der Energiewende die finanzielle und personelle Basis. Wer die Infrastruktur vernachlässigt, verspielt die Zukunft des Standorts Deutschland", warnt Stefan Ehinger, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), in einem offenen Brief der e-handwerklichen Organisation.

In ihrem Brief verweist die e-handwerkliche Organisation auf den Zusammenhang zwischen Energiewende und einer erfolgreichen Wirtschaft und macht deutlich: Die überwiegend mittelständisch geprägte deutsche Elektrowirtschaft ist in vielen Bereichen Weltmarktführer im Bereich der Energiewende und damit Treiber von Wirtschaftswachstum und Innovationen in Deutschland. Der ZVEH appelliert daher an die Bundesregierung, endlich für Sicherheit bezüglich des Energiewendekurses sowie für klare Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Verbraucher zu sorgen und den Ausbau der Energieinfrastruktur voranzutreiben.

"Die Politik zum sogenannten Heizungsgesetz zeigt, dass Deutschland der Mut zur Zukunft und ein klarer Plan für die Energiewende fehlen. Wir hatten klare Regeln, auf die sich der Markt eingestellt hatte. Jetzt verunsichern wir Gebäudeeigentümer, Kommunen, Energieversorger, Hersteller und Handwerk mit der Idee grüner Brennstoffe, die teuer und vielleicht gar nicht zur Verfügung stehen werden. Wenn die Menschen jetzt falsch investieren, verlagern wir Lasten – wie in so vielen weiteren Handlungsfeldern – auch hier in die Zukunft", macht ZVEH-Präsident Ehinger mit Blick auf die GEG-Novelle deutlich und warnt: Notwendige Investitionen in die Dekarbonisierung unseres Landes werden so erneut verschoben; die Zukunft Deutschlands wird – in einer ohnehin prekären wirtschaftlichen Lage – verspielt.

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