Der Gebäudebestand stellt die Gesellschaft vor enorme Herausforderungen: Mangelnde Energieeffizienz, Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und eine zu geringe Sanierungsrate verursachen hohe Kosten und Emissionen. Das führt nicht zuletzt zu mangelnder Resilienz in geopolitisch angespannten Zeiten. Bereits 2024 konnten es sich 6,3 Prozent der Bevölkerung nicht leisten, ihre Wohnung angemessen zu heizen und mit 110 Millionen Tonnen klafft eine große Lücke zur Erreichung des Klimaschutzziels 2030. Der Gebäudesektor in Deutschland verbraucht rund 35 Prozent der gesamten Endenergie. Das macht ihn zu einer zentralen Säule, um Lebenshaltungskosten zu senken, die Energieeffizienz zu erhöhen und die Klimaziele zu erreichen.
Elektrifizierung und Digitalisierung sind die zentralen Hebel, um den Gebäudesektor zum Motor der Energiewende zu machen. Effiziente Technologien und vernetzte Energiemanagementsysteme senken den Energieverbrauch, ermöglichen Eigenversorgung, flexible Einspeisung und Speicherung – und reduzieren so Kosten bei höherer Systemstabilität. Studien von Fraunhofer ISI und ZVEI zeigen die erheblichen Einsparpotenziale im Betrieb. Konzepte wie der Gebäudetyp E hingegen sollen Baukosten senken, einfaches Bauen darf aber nicht zu technisch einfachen Gebäuden führen. Wer an der Technik spart, zahlt später mehr. Berechnungen von ZVEH, ZVEI und dem Fraunhofer ISI zeigen das ebenfalls deutlich.
Studie zeigt hohes Einsparpotenzial
Für die Berechnung der Einsparpotenziale elektrischer und digitaler Technologien wurden die Energieflüsse in Modellgebäuden über ein Jahr mit unterschiedlichen technischen Ausstattungen simuliert (Abbildung 1). Im Fokus standen ein Einfamilienhaus mit 132 Quadratmeter Wohnfläche, ein Mehrfamilienhaus mit 538 Quadratmeter sowie ein Büro- und ein Industriegebäude mit jeweils 1.750 Quadratmeter Nutzfläche. Die Gebäudehülle ist in allen Szenarien unverändert.
Den gesamten Beitrag finden Sie in der neuen Ausgabe der BUS/SYSTEME: 02/2026.
